BER: Ärger um die Hoffmann-Kurve ++ 60 Jahre Mauerbau ++ Lohnvergleich in LDS und TF

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Liebe Leserinnen und Leser,
herzlich willkommen bei der neuesten Ausgabe des Berliner Rings, unserem Newsletter für Dahme-Spreewald und Teltow-Fläming.
Heute ist der 13. August – und heute genau vor 60 Jahren wurde die Berliner Mauer gebaut, die 28 Jahre lang die Geschichte unserer Region bestimmt hat. Zum Beispiel in Schönefeld, Mahlow und Großbeeren wird heute an die Mauer und die Mauertoten erinnert. Ein wenig bekannter Aspekt dabei ist, dass nach dem Mauerbau ein Grenzzaun verschwand: Nämlich der zwischen Umlandgemeinden wie Eichwalde und Berlin. Er trennte vorher die Stadt, in der noch Freizügigkeit zwischen Ost und West herrschte, vom Rest des Landes. Die ganze Geschichte dazu hat sich unsere Reporterin Heidrun Voigt von zwei engagierten Eichwaldern erzählen lassen.
Zurück in die Gegenwart: Flughäfen wie der BER haben eine romantische Seite, die sich nach Freiheit, Fernweh und Urlaub anfühlt. Diese Gefühle bediente in dieser Woche Scoot. Die Low-Cost-Airline aus Singapur ist am Dienstag zum ersten Mal am BER gelandet und hat damit die im März 2020 pandemiebedingt eingestellte Langstreckenverbindung in den asiatischen Stadtstaat wieder aufgenommen. Eine weitere Verbindung in die Welt, die wieder funktioniert.
Nur leider fliegen Flugzeuge nicht lautlos – und deswegen verliert der BER jede Romantik, wenn die startenden Maschinen über das eigene Haus hinweg donnern. Mit dem wieder zunehmenden Flugverkehr bemerken immer mehr Menschen in unserer Region, wie stark sie vom Fluglärm betroffen sind, etwa in Mittenwalde oder auch in Schulzendorf, Eichwalde und Zeuthen. Die Einwohner dort müssen derzeit damit leben, dass Easyjet, die größte Fluggesellschaft am BER, bei Abflügen Richtung Osten die sogenannte Hoffmann-Kurve nicht fliegt. Mit ihr würden Überflüge der drei Orte vermieden – doch Easyjet hat Sicherheitsbedenken. Um eine Lösung wird gerungen.
Und der Flugverkehr ist längst nicht auf Vor-Corona-Niveau, denn die Pandemie ist immer noch nicht vorbei. Das wirksamste Mittel dagegen bleibt die Impfung. Im Impfzentrum in Luckenwalde kann sich deswegen am Samstag die ganze Familie impfen lassen. Ohne Termin und für alle ab zwölf Jahren. Nähere Informationen gibt es hier.
Und jetzt wünsche ich Ihnen viel Vergnügen bei der Lektüre unseres Newsletters und ein schönes Wochenende, empfehlen Sie uns weiter.
Herzliche Grüße,
Ihr Carsten Schäfer
P.S.: Haben Sie Anregungen, Kritik oder ein Thema, über das wir berichten sollten? Schreiben Sie mir gern unter carsten.schaefer@maz-online.de.
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Corona-Überblick

Diese Woche gab es wieder eine Ministerpräsidentenkonferenz zur Corona-Lage in Deutschland. Mit den Ergebnissen und Entscheidungen soll es nun in den zweiten Corona-Herbst gehen. So soll ab 23. August eine Sieben-Tage-Inzidenz von 30 der neue Richtwert für Einschränkungen sein - in Brandenburg gilt sogar weiterhin die 20 als Grenzwert. Dann soll zum Beispiel in Innenräumen wieder eine Testpflicht gelten - ausgenommen sind Genesene und Geimpfte. Wir haben in Dahme-Spreewald nachgefragt, wie unterschiedliche Branchen auf diese Pläne reagieren.
Hauptaugenmerk liegt weiterhin auf einer weiteren Steigerung der Impfquote. In Luckenwalde gibt es am Samstag zum Beispiel auch eine erste Impfaktion für Kinder ab zwölf Jahren.
Der Stand zur Corona-Lage am 12. August
Sieben-Tage-Inzidenz:
  • 19,3 in Dahme-Spreewald
  • 20,0 in Teltow-Fläming
Seit Montag sind in Dahme-Spreewald 17 Corona-Neuinfektionen gemeldet worden, in Teltow-Fläming gab es 23 neue Covid-19-Fälle. In beiden Landkreisen blieb die Zahl der Todesfälle unverändert.
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Lost Places

Im Landkreis Teltow-Fläming gibt es jede Menge verlassene und verfallende Militärliegenschaften. Die MAZ reist mit einem neuen Projekt in die Vergangenheit der eindrucksvollsten Lost Places und macht sich auf die Suche nach ihrer Zukunft. Im letzten Teil unserer Serie geht es nach Altes Lager:
Altes Lager: Ort der Luftfahrt mit Luftschiffen, Fliegertechnischer Schule und Kampfjets
MAZ-Podcast: Lost Places in Altes Lager
Maria und Olga Stach aus Russland haben in Altes Lager und im Raduga-Chor eine neue Heimat gefunden
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Die Nachrichten der Woche

Das Landesamt für Statistik hat Löhne und Gehälter in den Brandenburger Landkreisen verglichen. Teltow-Fläming landet durch seine Industriebetriebe auf dem zweiten Platz. Dahme-Spreewald bekam im Lohnvergleich den sechsten Platz. Wir haben uns die Ergebnisse genauer angeschaut.
Zoff um BER-Flugrouten: Gemeinden fordern Sondersitzung der Fluglärmkommission
60 Jahre Mauerbau: Eichwalder Ortschronisten berichten von der ehemalige Stacheldrahtgrenze
Niederschläge reichen nicht: Der Rangsdorfer See braucht Wasser
Dahme-Spreewald: Idee für einen gemeinsamen Bäderbetrieb von Kommunen
Jüterbog: Bürgermeister Raue will Wohnbau-Gelände Fuchsberge an das Land zurückgeben
Zwei Tage Warnstreik: Brandenburger Asklepios-Mitarbeiter protestieren vor dem Landtag in Potsdam
Kastration von Streuner-Katzen: Tierschutzverein KW wünscht sich mehr Unterstützung vom Land
Hündin Annie aus Schulzendorf steht mit Wotan Wilke Möhring vor der Kamera
Ludwigsfeldes Ex-Thermenleiterin hilft griechischen Flammenopfern
Sophie Duiunov nahm an ihrer zweiten Deutschen Meisterschaft im Rollkunstlauf teil
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Aufreger der Woche

In dieser Rubrik präsentieren wir Ihnen jede Woche eine unserer MAZplus-Geschichten, die besonders viel diskutiert wurde, und schalten sie zur kostenlosen Lektüre für Sie frei. Diese Woche geht es um die aktuelle Situation am kleinen Tonsee in Bestensee. Der eigentlich beliebte Badesee hat sich zum frequentierten Sextreff entwickelt. Hauptsächlich Männer sollen sich hier zu zweit oder sogar in Gruppen zum Geschlechtsverkehr unter freiem Himmel verabreden. Anwohner fühlen sich belästigt, sind zum Teil verängstigt und verunsichert und wähnen sich von Kommune und Polizei im Stich gelassen. Eigene Versuche, den Treffen Einhalt zu gebieten, seien gescheitert. MAZ-Reporterin Andrea Müller ist der Geschichte nachgegangen:
Anwohnerproteste in Bestensee: Kleiner Tonsee verkommt zum Sex-Treffpunkt
Nachrichten-Radar

  • Schuleröffnung: Schon am Samstag steht ein wichtiger Termin in der Region an. Die Eröffnung des neuen Schulcampus in Dabendorf. Die neue Geschwister-Scholl-Schule ist mit 45 Millionen Euro Baukosten das teuerste Projekt der Stadt Zossen und auch Brandenburgs modernster Schulbau. Doch die Eröffnung wird begleitet von zahlreichen Streitereien. Wir berichten über die weitere Entwicklung.
  • Ausstellungseröffnung: Corona hat das Jubiläumsjahr zu 100 Jahre Rundfunk in Königs Wusterhausen etwas ausgebremst. Doch nun findet endlich die Ausstellung „Es hat gefunkt“, die die Ergebnisse des ersten Kunstwettbewerbs des Kulturbund Dahme-Spreewald im Bürgerhaus von Königs Wusterhausen zeigt, statt. Eröffnet wird sie 16. August und zeigt Arbeiten von vier Künstlern.
  • Kommunalpolitik: Für die Stadt-, Gemeinde- und Kreispolitiker endet die Sommerpause. Die ersten Sitzungen von Ortsbeiräten und Ausschüssen haben schon stattgefunden und auch in der nächsten Woche kommen zum Beispiel in Königs Wusterhausen, Blankenfelde-Mahlow oder im Kreishaus einige Sitzungen statt. Alle wichtigen Debatten und Themen gibt es dann zum nachlesen auf MAZ-online.de.
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Das Bild der Woche

Eine Lesung im Friseurumhang am Jugendclub Eichwalde. Quelle: Heidrun Voigt
Eine Lesung im Friseurumhang am Jugendclub Eichwalde. Quelle: Heidrun Voigt
Frisur mit Buch: Danny Beuerbach arbeitet mit Schere, Kamm und Fön. Er ist aber kein gewöhnlicher Hairstylist, er ist Vorlesefriseur. Wenn ihm jemand vorliest, dann kostet der Haarschnitt nichts. Mit diesem Angebot will er Leseförderung für Kinder und Jugendliche unterstützen. Nun kam er zu Besuch nach Eichwalde, um dort Mädchen und Jungen zu frisieren, die jüngst an einer Schreibwerkstatt teilgenommen haben. MAZ-Reporterin Heidrun Voigt hat den ungewöhnlichen Friseurtermin besucht - und sich die selbst geschriebenen Geschichten der Jugendlichen angehört.
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Wohin am Wochenende?

Das Wochenende ist zum Greifen nah - und einen Wegweiser für die freien Tage haben Sie gerade in der Hand. Denn es ist einiges los in der Region.
Die Ausstellung in Langenlipsdorf beschäftigt sich auch mit Konsum. Quelle: privat
Die Ausstellung in Langenlipsdorf beschäftigt sich auch mit Konsum. Quelle: privat
In Langenlipsdorf kann man zum Beispiel die gerade frisch eröffnete Ausstellung zum nachhaltigen Leben entdecken. Aufgebaut wurde sie vor dem  Kulturzentrum „LaLiDo“ - und die Exponate sind nicht nur informativ, sondern laden auch zum Mitmachen ein.
In Eichwalde wird am Samstag getrödelt und gebummelt. Zum vierten Mal findet auf dem Marktplatz gegenüber der Alten Feuerwache ein Markttrödel statt. Kunst, Krempel, Schönes und Praktisches gibt es von 10 bis 16 Uhr zu gucken und zu kaufen.
Technikfans und Eisenbahnfreunde sollten am Samstag in Zernsdorf vorbeischauen: Bei einem Aktionstag der Niederbarnimer Eisenbahn (NEB) können Besucher einen Blick hinter die Kulissen des denkmalgeschützten Bahnhofs werfen. Hausherr Richard Vogel zeigt ihnen das alte Stellwerk.
Es war noch nicht das Passende für Sie dabei? Dann schauen Sie doch mal in unsere kostenlosen Texte zum aktuellen Kinoprogramm oder den Ausstellungen in der Region - oder einfach in unsere Veranstaltungsübersicht für das Wochenende:
Kulturtipps für das Wochenende
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Wussten Sie,...

Das Hauptpumpwerk für Abwasser in Kloster Zinna. Quelle: Hartmut F. Reck
Das Hauptpumpwerk für Abwasser in Kloster Zinna. Quelle: Hartmut F. Reck
dass es unter unseren Füßen Dutzende Wasserpumpwerke in der Region gibt? Allein im Gebiet des Wasser- und Abwasserzweckverband (WAZ) Jüterbog-Fläming sind es 58 an der Zahl - und die werden jede Woche einmal überprüft. Nun ist etwas passiert, das nur etwa vier Mal in einem Jahrhundert stattfindet: Ein Hauptpumpwerk musste ausgetauscht werden. Eine beeindruckende Arbeit, die MAZ-Reporter Hartmut F. Reck begleitet und fotografiert hat:
Kloster Zinna: WAZ erneuert Abwasser-Hauptpumpwerk mitten im Ort
Mahlzeit!

Sabina Lischka (l.) und Nina Restemeier in der Käserei. Quelle: Franziska Mohr
Sabina Lischka (l.) und Nina Restemeier in der Käserei. Quelle: Franziska Mohr
Regionale Lebensmittel gehören für viele längst ganz selbstverständlich auf die Einkaufsliste - vom Gemüse über Fleisch und Fisch bis hin zu Molkereiprodukten und Getränken reicht das Angebot der Erzeuger in der Region. In einer neuen Reihe stellen wir die Hofläden in Teltow-Fläming und Dahme-Spreewald genauer vor.
In dieser Woche schauen wir bei der Fischerei Aurora in Zernsdorf und der Käserei in Blankenfelde vorbei. In den Auslagen gibt es zum Beispiel Räucheraal und frischen Zander, “Blauen Blankenfelder” und Grillkäse zu entdecken und probieren.
Rainer Jauert macht in der Fischerei Appetit auf Aal. Quelle: Franziska Mohr
Rainer Jauert macht in der Fischerei Appetit auf Aal. Quelle: Franziska Mohr
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