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Corona-Pandemie: Rekordinzidenzen in LDS und TF ++ BER-Anwohner bleiben auf Mehrkosten für Schallschutz sitzen ++ Friedrich Merz sitzt öfter im Regio von Trebbin nach Berlin

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Liebe Leserinnen und Leser,
willkommen zur neuesten Ausgabe des Berliner Rings, unseres Newsletters mit den wichtigsten Nachrichten der Woche aus Dahme-Spreewald und Teltow-Fläming!
Das dominierende Thema dieser Woche war zweifelsohne Corona. Immer neue Höchststände bei den Infektionszahlen, die neuen Regelungen von Bund und Land - die Pandemie hat uns wieder voll im Griff. Das Gesundheitsamt in Teltow-Fläming schafft es schon nicht mehr, alle Kontakte nachzuverfolgen. Dabei hatte wahrscheinlich nicht nur ich gehofft, dass sich im Sommer genug Menschen impfen lassen, damit wir nicht wieder in die gleiche Situation hineinlaufen wie im letzten Winter.
Wenigstens hätte man sich gewünscht, dass es in diesem Winter klare und verständliche Regeln gibt, aber selbst das ist vielfach nicht der Fall. Ein Schreiben aus dem Landratsamt Dahme-Spreeewald hat jedenfalls in den vergangenen Tagen unter Kita-Eltern für erhebliche Aufregung gesorgt. Es ging um die Frage, ob verschniefte Kinder einen negativen PCR-Test brauchen, damit sie in die Kita gelassen werden, oder ob die Symptome eindeutiger in Richtung Corona weisen müssen. Das hatte der Kreis offen gelassen, was wiederum zu einem Flickenteppich von unterschiedlichen Regeln verschiedener Betreiber führte. Letztlich wurde aus Lübben klargestellt, dass ein Schnupfen nicht ausreicht, um einen PCR-Test zu verlangen. Dazu sind Symptome wie trockener Husten, Fieber und Geschmacks- und Geruchsverlust nötig. Aber die Verunsicherung war da längst gestreut, die Eltern wütend und genervt. Das hätte besser laufen können.
Wütend und genervt sind auch viele Anwohner des BER. Denn obwohl sie genehmigte Ansprüche auf vom Flughafen bezahlten Schallschutz haben, stehen ihn jetzt für Schallschutzfenster oder Lüfter erhebliche Kosten ins Haus. Das Problem: Wer vor einigen Jahren bereits einen genehmigten Bescheid bekommen hat, die Maßnahmen aber bisher nicht umgesetzt hat, muss heute für die Maßnahmen deutlich mehr bezahlen als damals genehmigt wurde. Und das ist selbst bei einer Verzögerung von nur zwei Jahren schwierig, so schnell sind die Baupreise gestiegen. Die Mehrkosten will die Flughafengesellschaft FBB aber nicht tragen. Zudem werfen Anwohner der FBB immer noch vor, Ansprüche nicht richtig zu ermitteln. Meine Kollegin Nadine Pensold hat die ganze Geschichte aufgeschrieben.
Und dann war da noch die Frage, was eigentlich Friedrich Merz im Regio von Trebbin nach Berlin macht. Fahrgäste meinten den Kandidaten für den CDU-Vorsitz erkannt zu haben - und wie uns bestätigt wurde, war er es tatsächlich. Denn: Er landet mit seinem Privatflugzeug öfter mal auf dem Flugplatz Schönhagen bei Trebbin und nimmt von dort dann den Zug in die Hauptstadt. Unsere Reporterin Jutta Abromeit ist der Geschichte nachgegangen.
Jetzt aber wünsche ich Ihnen viel Vergnügen mit den Nachrichten der Woche aus unserer Region. Halten Sie durch, auch dieser Pandemiewinter geht vorbei, und empfehlen Sie uns weiter,
Herzliche Grüße,
Ihr Carsten Schäfer
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Per Klick aufs Bild geht es zu unserer Rubrik "Dahmeland erleben"
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Corona-Überblick

Die Sieben-Tage-Inzidenz hat in Dahme-Spreewald Anfang der Woche die Marke von 500 überschritten. Der Landkreis hat jetzt auch offiziell verkündet, dass in LDS die Einschränkungen der neuen Eindämmungsverordnung wie die 2G-Regel in Gaststätten, Theatern oder Wellnesseinrichtungen gelten. Viele Gastronomen haben angesichts der neuen Regeln Angst vor Umsatzeinbußen und fürchten außerdem um das Weihnachtsgeschäft. Wegen der Unsicherheit wurden außerdem bereits viele Weihnachtsmärkte abgesagt.
In Teltow-Fläming liegt die Inzidenz mit 433,1 (Stand Donnerstag) zwar noch etwas niedriger, doch auch das dortige Gesundheitsamt musste schon Anfang der Woche verkünden, dass es nicht mehr in der Lage ist, alle Kontakte von Infizierten nachzuverfolgen. Auch in TF sind bereits einige Weihnachtsmärkte abgesagt, andere sollen weiterhin stattfinden. Zudem sind einige Veranstaltungen gestrichen worden. In Jüterbog wurden die Sporthallen für Vereine geschlossen.
Gleichzeitig steigt die Nachfrage nach Impfungen, egal, ob es um Erst-Impfungen oder Booster-Impfungen für bereits zweimal Geimpfte geht. Der Großbeerener Arzt Christian Schäfer plant daher am Samstag eine Spontan-Impfaktion zwischen 10 und 12 Uhr im Gemeindesaal von Großbeeren. Das Krankenhaus Ludwigsfelde impft ab kommender Woche jeweils mittwochs und donnerstags, Termine können über die Homepage der Stadt vereinbart werden. Booster gibt es dort zunächst nur für Über 70-Jährige und Risikogruppen.
Am Samstag bietet auch die Königs Wusterhausener Ärztin Katja Klugewitz eine Impfaktion ohne Termin an. Sie findet ab 9 Uhr vor ihrer Praxis in der Friedrich-Engels-Straße 23b statt. Weitere Aktionen sind demnächst in Friedersdorf und Zeesen geplant. In Wildau soll es ab kommender Woche eine Impfstation geben.
Welche Ärzte in der Region grundsätzlich impfen, haben wir in Übersichten für Dahme-Spreewald und Teltow-Fläming zusammengestellt - die Beiträge sind nun für Sie kostenlos. Seit vergangenen Samstag sind außerdem die Corona-Schnelltests wieder kostenlos. Wo man sich in Teltow-Fläming testen lassen kann, finden Sie in dieser Übersicht.
Der Stand zur Corona-Lage am 18. November
Sieben-Tage-Inzidenz:
  • 534,3 in Dahme-Spreewald
  • 433,1 in Teltow-Fläming
Freie Intensivbetten:
  • Dahme-Spreewald: 17,14 Prozent
  • Teltow-Fläming: 7,14 Prozent
Seit vergangenem Freitag sind in Dahme-Spreewald insgesamt 926 neue Corona-Infektionen sowie zwei weitere Todesfälle gemeldet worden, in Teltow-Fläming waren es 743 neue Fälle, drei Todesfälle wurden gemeldet. In Teltow-Fläming sind derzeit zwei Covid-19-Patienten in intensivmedizinischer Behandlung, beide werden invasiv beatmet. In Dahme-Spreewald sind es sieben Patienten, zwei von ihnen werden invasiv beatmet.
Neues vom BER

Ab Dezember: BER nutzt wieder beide Startbahnen
Weiteres Terminal am BER soll Ostern eröffnen
Schallschutzprogramm BER: Flughafen lässt Anwohner auf Mehrkosten für Lärmschutz sitzen
Der Fall Milina K.

Verschwundene Milina K. aus Luckenwalde: Mordkommission befragt Bekannte der 22-Jährigen
Im Fall Milina sucht ein Spürhund der Polizei an der Luckenwalder Nuthepromenade
Die Nachrichten der Woche

Trebbin: Darum sitzt Friedrich Merz öfter im Regionalexpress nach Berlin
Potsdamer Privat-Universität XU will nach Waßmannsdorf umziehen
Mittenwalde: Präsentation zum Baugebiet Millingsweg sorgt für Unruhe in der Stadt
Zossen: Ehrenamtler mit Großprojekt „Zukunft Zossen“ überfordert - Rathaus schaltet sich ein
Dahme-Spreewald: MAWV erhöht Abwassergebühren
Wildau: Mobbing im Wildorado – so reagierten Stadt und Aufsichtsrat auf Beschwerden von zwei Mitarbeitern
Pakete und Logistik: Neuer Hermes-Standort in Ludwigsfelde in Betrieb genommen
Lotsen wegen Verdacht gekündigt: Flugplatz Schönhagen muss Mitarbeiter aber weiter beschäftigen 
Teltow-Fläming: Jugendliche starten Buskinder-Aktion wegen überfüllter Schulbusse
Verkehrswende: Neue Radstellplätze für Ludwigsfelder Bahnhof geplant
Wildau: Grundschule wird ausgebaut– Stadtverordnete lehnen neue Standortdebatte ab
Aufreger der Woche

In dieser Rubrik präsentieren wir Ihnen jede Woche eine unserer MAZplus-Geschichten, die besonders viel diskutiert wurde, und schalten sie zur kostenlosen Lektüre für Sie frei. Diese Woche geht es um das Denkmal am Ehrenhain in Luckenwalde. Als Bürgerinnen und Bürger dort am Volkstrauertag einen Blumenstrauß niederlegen wollten, fanden sie das Areal in einem erbärmlichen Zustand vor: Leere Schnapsflaschen und Fast-Food-Packungen lagen herum, der Rasen ist ungepflegt, die Tafel für den Gedenkort beschmiert. Beschämend findet das der Linken-Stadtverordnete Manfred Thier. Der Bauhofleiter bedauert den Zustand des Geländes. Dort war am Volkstrauertag keine große Veranstaltung geplant - und da es acht Gedenkstätten in der Stadt gibt, habe man vor dem Volkstrauertag jene gesäubert, wo es Veranstaltungen gab.
Luckenwalde: Verdrecktes Areal rund ums Denkmal am Ehrenhain
Nachrichten-Radar

Das Bild der Woche

In Ludwigsfelde steht seit Montag ein besonderer Baum: Um die Entwöhnung zu erleichtern, können Kinder künftig ihren Schnuller an einen sogenannten Nuckelbaum hängen. Solche Bäume gibt es bereits in etwa 30 Städten in Deutschland, die Idee, sie nach Ludwigsfelde zu holen, hatte die “Initiative Familien in Lu”, die den Baum dann auch gemeinsam mit dem Bürgermeister eingeweiht hat.
Der Wetterausblick

Es bleibt bei trübem Novemberwetter. Foto: Jan Woitas/dpa
Es bleibt bei trübem Novemberwetter. Foto: Jan Woitas/dpa
Das Novemberwetter hat uns voll im Griff, schreibt MAZ-Wetterexperte Karl-Heinz Krebs in seinem regionalen Wetterausblick. Es wird grau und trübe, die Sonne hat es schwer - aber am Samstag und Sonntag soll es kaum regnen, es wird auch nicht besonders kalt. In der kommenden Woche allerdings fallen die Temperaturen dann. Schließlich kommt der Dezember näher.
Wohin am Wochenende?

Hurra, das Wochenende naht - und damit die Frage, was man an den beiden Tagen unternehmen kann.
Wer angesichts der Rekord-Inzidenzen lieber nicht so viele Menschen treffen möchte, für den bietet sich trotz des trüben Wetters vielleicht eine Wanderung an - etwa der Spaziergang durch Rangsdorf, den Günter Mehlitz zusammengestellt hat:
MAZ-Wandertipp: Spaziergang durch Rangsdorf
Am Sonntagabend läuft dann passend zum Wetter im ZDF ein Film aus der Herzkino-Reihe, der hauptsächlich in Blankensee entstanden ist. “Sterntaler des Glücks” heißt der romantische Märchenfilm, der eine modernisierte Variante des Märchens “Sterntaler” ist.
ZDF-Märchenfilm Sterntaler des Glücks aus Blankensee läuft am Sonntag um 20.15 Uhr
Natürlich haben wir auch wieder das bewährte Kultur-Trio im Gepäck. Wir haben Ihnen einen Übersicht über die aktuellen Ausstellungen, das regionale Kinoprogramm und unsere Veranstaltungstipps für das Wochenende zusammengestellt:
Wohin am Wochenende? Tipps für Teltow-Fläming und Dahme-Spreewald
Unsere Feuerwehr

Mit der Serie “Unsere Feuerwehr” stellen wir die freiwilligen Wehren in Dahme-Spreewald und Teltow-Fläming vor, blicken in die Gerätehäuser, die Chroniken und stellen die Besonderheiten der ehrenamtlichen Brandschutztruppen unserer Region vor. Diese Woche hat MAZ-Reporterin Franziska Mohr bei den Kameraden in Zeesen vorbeigeschaut:
Ein Besuch bei der Freiwilligen Feuerwehr in Zeesen
Interview: „Es ist ein schönes Gefühl zu helfen“
Zeesener Feuerwehrleute nahmen am Stairrun in Berlin teil
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Mahlzeit!

Regionale Produkte liegen im Trend, daher machen wir uns regelmäßig auf die Suche nach Hofläden in Dahme-Spreewald und Teltow-Fläming. Dieses Mal hat sich MAZ-Reporterin Franziska Mohr in Wiesenhagen und Klein-Köris umgeschaut.
Der Selbstbedienungshofladen in Wiesenhagen Foto: Franziska Mohr
Der Selbstbedienungshofladen in Wiesenhagen Foto: Franziska Mohr
Eier aus dem Hühnermobil, Kürbis, Mangold, Honig und eine bunte Auswahl an Kartoffelsorten gibt es im Selbstbedienungs-Hofladen der Landwirtsfamilie Klass im Trebbiner Ortsteil Wiesenhagen. Auf Bestellung gibt es zudem Suppenhühner und Lammfleisch von einem Bioschäfer aus der Region. Für Pferdehalter finden sich Heuballen und Hafer im Angebot.
Katrin Tischler in ihrer Köriser Bio Oase. Foto: Franziska Mohr
Katrin Tischler in ihrer Köriser Bio Oase. Foto: Franziska Mohr
In der Köriser Bio Oase gibt es ein großes Angebot an Spreewaldprodukten - von Säften aus Burg, Sauerkraut und Letscho bis zum Spreewaldbitter. Inhaberin Katrin Tischler bietet ihren Kunden zudem Fleisch- und Wurstwaren aus Vetschau an. Die Backwaren in ihrem Laden stellt sie selbst her, dazu gehören zum Beispiel ein Dinkel-Roggen-Vollkornbrot, Gemüse- und Krustenbrote sowie Obstreuselkuchen und Kokos-Butter-Torte.
Alle bisher vorgestellten Hofläden aus der Region finden Sie hier im Überblick - inklusive Adressen und Karte:
Wurst, Käse, Obst und Gemüse aus Dahme-Spreewald und Teltow-Fläming: Hier gibt es Hofläden in der Region
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