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Dramatische Corona-Lage in LDS und TF ++ Abgesagte Weihnachtsmärkte und neue Regeln für Handel, ÖPNV und Schulen ++ Weihnachtsbäume selbst schlagen in der Region

MAZ Berliner RingMAZ Berliner Ring
Liebe Leserinnen, liebe Leser,
ich freue mich, dass Sie in unsere neueste “Berliner Ring”-Ausgabe reinschauen.
Diese Woche beherrscht vor allem Corona unsere Berichterstattung. Die Zahlen steigen Tag um Tag, die Lage verschlimmert sich zunehmend. Dahme-Spreewald liegt bei der Sieben-Tage-Inzidenz mittlerweile über 1000, ab heute gelten verschärfte Regeln, für Ungeimpfte bedeutet das deutliche Einschränkungen. Auch in Teltow-Fläming nimmt die Inzidenz täglich zu, wenn auch nicht ganz so schnell wie in LDS. Dennoch ist auch der Landkreis TF seit gestern Hotspot-Region.
Besonders die Fünf- bis 14-Jährigen sind derzeit stark von den Virusinfektionen betroffen. In manchen Kommunen in Dahme-Spreewald ist die Lage in Schulen und Kitas so dramatisch, dass man um Hilfe bei der Kreisverwaltung ersucht, das Gesundheitsamt ist aber bereits völlig überfordert mit den rasant ansteigenden Infektionszahlen.
Corona wird uns also auch im zweiten Pandemiejahr keine unbeschwerte Adventszeit gönnen. In dieser Woche wurden kurzfristig alle Weihnachtsmärkte in Brandenburg untersagt. Für die Veranstalter, Händler und Schausteller, die sich trotz aller Auflagen und Regeln für die Durchführung entschieden hatten, ein herber Schlag. Die Menschen unserer Region lassen sich aber nicht unterkriegen. In den Städten und Gemeinden werden die ersten Weihnachtsbäume aufgebaut und selbst die Macher des traditionellen Weihnachtslötens auf dem KWer Funkerberg haben sich etwas einfallen lassen, damit Corona uns diese besondere Zeit nicht komplett vermiesen kann.
In Luckenwalde will man auch ohne Markt mit einem alternativen Konzept für Weihnachtsstimmung sorgen. In Ludwigsfelde hat man den Weihnachtsmarkt schnell zum Weihnachtsrummel funktioniert - und der ist auch geöffnet. Doch sind diese Buden und Karussells überhaupt erlaubt? Meine Kolleginnen Johanna Apel und Lisa Neugebauer haben nachgefragt.
Damit auch Sie nach dieser Woche mit einem guten Gefühl ins wohlverdiente Wochenende starten können, haben wir Ihnen den Newsletter wieder mit reichlich Tipps für schöne Veranstaltungen versehen. Wir verraten Ihnen außerdem, wo Sie in der Region Ihren Weihnachtsbaum selbst schlagen können und welche sehenswerten Ausstellungen es derzeit gibt.
Ich wünsche Ihnen viel Spaß beim Lesen und einen schönen ersten Advent. Bleiben Sie gesund!
Herzliche Grüße
Nadine Pensold
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Corona-Überblick

Die Corona-Lage in der Region spitzt sich zu. Der Landkreis Dahme-Spreewald hat am Donnerstag erstmals eine Inzidenz über 1000 gemeldet, schon heute treten strengere Regeln in Kraft - darunter auch Ausganssperren für Ungeimpfte. Und auch Teltow-Fläming ist nun einer der Brandenburgischen Corona-Hotspots, bald drohen auch dort nächtliche Ausgangssperren für Ungeimpfte. Für Geimpfte gibt es ebenfalls neue Regelungen, zum Beispiel, dass sie nur noch mit Impfzertifikaten Zutritt zu Einrichtungen und Läden erhalten - der gelbe Impfausweis allein genügt nicht mehr.
Diese Woche hat die Landesregierung neue Maßnahmen beschlossen, um die vierte Pandemiewelle in den Griff zu bekommen. Alle Regeln im Überblick können Sie hier nachlesen.
Zu den Neuerungen gehört die 2G-Regel im Handel und 3G-Regel im öffentlichen Nahverkehr. Wir haben in Dahme-Spreewald und Teltow-Fläming nachgefragt, wie die Kontrollen umgesetzt werden. 3G gilt nun auch am Arbeitsplatz - wir haben Unternehmen aus der Region dazu befragt.
Auch Kinder und Jugendliche sind immer mehr von der Pandemie betroffen. In Eichwalde ist die Lage in Kitas und Schulen “dramatisch”, wie Bürgermeister Jörg Jenoch sagt. Das Gesundheitsamt in Dahme-Spreewald ist mit der Situation überfordert, viele Mitarbeiter könnten “nachts kaum noch schlafen”. Wegen der hohen Inzidenzen setzt die Landesregierung die Präsenzpflicht an Schulen ab Montag erneut ausgesetzt. Wir haben bei Lehrkräften nachgefragt, wie sie diese Entscheidung bewerten.
Das Thema Impfen stand diese Woche ebenfalls weit oben auf der Tagesordnung. Wegen der großen Nachfrage nach Booster-Impfungen wird das Impfzentrum in Schönfeld doch wieder geöffnet. Der Landkreis hat angekündigt, dass das Zentrum am alten Flughafen Mitte der nächsten Woche starten soll. Auch in Teltow-Fläming soll es mehr Möglichkeiten für die Corona-Impfung geben. Eine davon in Luckenwalde, wo im Dezember ein Impfzentrum in der Fläminghalle eröffnen wird. In Ludwigsfelde impft man bereits im Akkord im Gesundheitszentrum. Dort wird selbst sonntags gepikst.
Der Stand zur Corona-Lage am 25. November
Sieben-Tage-Inzidenz:
  • 1038,6 (vor einer Woche 534,3) in Dahme-Spreewald
  • 756 (vor einer Woche 433,1) in Teltow-Fläming
Freie Intensivbetten:
  • Dahme-Spreewald: 5,41 Prozent
  • Teltow-Fläming: 23,08 Prozent
Seit vergangenem Freitag sind in Dahme-Spreewald insgesamt 1206 neue Corona-Infektionen sowie zwei weitere Todesfälle gemeldet worden, in Teltow-Fläming waren es 980 neue Fälle. In Teltow-Fläming ist derzeit ein Covid-19-Patient in intensivmedizinischer Behandlung, dieser wird invasiv beatmet. In Dahme-Spreewald sind es elf Patienten, vier von ihnen werden invasiv beatmet.
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Advent, Advent

Hier können Sie in Dahme-Spreewald und Teltow-Fläming Ihren Weihnachtsbaum selbst schlagen
Vorweihnachtliches Löten auf dem Funkerberg: Wegen Corona gibt es diesmal einen Bausatz für zu Hause
Königs Wusterhausen: Musikalische Andacht in der Kreuzkirche
Luckenwalder Weihnachtsmarkt fällt aus - Pläne für ein Alternativkonzept
Abgesagte Weihnachtsmärkte in TF: Veranstalter setzt sich für Entschädigung der Händler ein
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Die Nachrichten der Woche

Winterfreizeitpark statt Weihnachtsmarkt: Ludwigsfelder Veranstaltung beschäftigt die Behörden
Kommentar: Ein als Freizeitpark getarnter Weihnachtsmarkt in Ludwigsfelde
Jüterbog: Bürgermeister Raue will Landkreis nicht bei Corona-Kontrollen unterstützen
Wildau: Quorum übertroffen – BI sieht Voraussetzung für Abwahlverfahren gegen Bürgermeisterin Homuth erfüllt
Teltow-Fläming: Veranstalter bangen um Kulturevents und soziale Angebote
Dahme-Spreewald: Ausbildung für Kranken- und Altenpflege jetzt in Wildau
Blankenfelde-Mahlow: Gemeinde will Technologiecampus aufbauen
Königs Wusterhausen: Startschuss für neues Wohngebiet auf altem Gaswerksgelände
Zeuthen: Gemeindevertretung hält trotz Denkmalschutz an Ausbau der Schillerstraße fest
Jüterbog: Stadtverordnete plädieren für Wiederöffnung der Sportstätten
Eichwalde: Haushalt 2022 ist beschlossene Sache
Rangsdorf will Klimamanager einstellen
Teltow-Fläming: Ehrenamtlicher Kat-Retter Andreas Teichert per App schnell vor Ort
Stadt Luckenwalde erhöht ab Januar 2022 die Gewerbesteuer
Königs Wusterhausen: Thomas Wächter wird neuer Leiter im Jugendfreizeitzentrum Zernsdorf
Museumsdorf Glashütte: Besondere Ausstellung zu 20 Jahren Galerie Packschuppen
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Aufreger der Woche

In dieser Rubrik präsentieren wir Ihnen jede Woche eine unserer MAZplus-Geschichten, die besonders viel diskutiert wurde, und schalten sie zur kostenlosen Lektüre für Sie frei. Dieses Mal geht es um ein Bauprojekt in Ludwigsfelde. An der Ecke Friedrich-Engels-Straße und August-Bebel-Straße soll bald ein Seniorenzentrum des Arbeiter-Samariter-Bunds mit etwa 40 altersgerechten Wohnungen entstehen. Doch das Projekt stößt nicht nur auf Begeisterung. Anwohner fürchten, dass die Einrichtung zu einer deutlichen Verkehrssteigerung führen werden. In der direkten Nachbarschaft befinden sich außerdem zwei Kindertagesstätten - die Eltern der Kitakinder haben bereits während einer Stadtverordnetenversammlung gegen die geplante Einrichtung protestiert. MAZ-Reporterin Johanna Apel hat die Geschichte dazu aufgeschrieben:
Altersgerechtes Wohnen: Bau des ASB-Seniorenzentrums in Ludwigsfelde rückt näher
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Nachrichten-Radar

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Das Bild der Woche

Die Weihnachtspyramide wurde an der Dorfaue aufgebaut. Foto: Andrea Müller
Die Weihnachtspyramide wurde an der Dorfaue aufgebaut. Foto: Andrea Müller
Vor elf Jahren beschloss man in Bestensee eine Weihnachtspyramide anzuschaffen - und zwar eine ganz individuelle und handgemachte. Drei Etagen hat das schöne Stück, das ausstaffiert ist mit Sternen, Märchenfiguren aus Holz und prächtigen Flügeln. Und auch wenn Corona in diesem Jahr den Weihnachtsmarkt unmöglich macht, haben die Bestenseer zumindest ihre schöne Pyramide in der Adventszeit. MAZ-Reporterin Andrea Müller war beim Aufbau dabei.
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Der Wetterausblick

“Der November setzt in diesem Jahr alle Hebel in Bewegung, um seinem Ruf gerecht zu werden”, sagt MAZ-Wetterexperte Karl-Heinz Krebs. Was er damit mein: wenig Sonne, dafür Nieselregen und kühle Temperaturen unter zehn Grad in den zurückliegenden Wochen. Und auch in den kommenden Tagen schickt die Sonne nur sporadisch ein paar Strahlen zu uns, der Himmel bleibt wolkenverhangen, die Temperaturen sinken nachts teilweise unter den Gefrierpunkt. Am Sonntag könnten sogar erste Schneeflocken fallen. Aber: “Von einem richtigen Winter ist weit und breit nichts zu sehen”, so Karl-Heinz-Krebs. Hier können Sie den kompletten regionalen Wetterbericht nachlesen:
So wird das Wochenendwetter in Teltow-Fläming und Dahme-Spreewald
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Wohin am Wochenende?

Zweimal werden wir noch wach - dann steht schon der erste Advent vor der Tür. Auch wenn aufgrund der Corona-Lage alle Weihnachtsmärkte abgesagt wurden, gibt es am Wochenende einige schöne Termine.
In Mittenwalde wird es sogar schon am Freitag stimmungsvoll: Die Märkische Agrargenossenschaft (MAG) veranstaltet eine Lichterfahrt mit weihnachtlich geschmückten Traktoren. Um 15.15 Uhr setzt sich der Korso in Bewegung und fährt von Mittenwalde über Gallun, Marienhof, Krummensee, Schenkendorf, Ragow und Brusendorf.
Das Adventskonzert des Kantatenchors Zeuthen findet am Samstag um 19 Uhr in der Wildauer Friedenskirche statt. Damit der Chor nicht in großer Schar auf der Bühne steht, werden verschiedene Gruppen Weihnachtskantaten von Johann Sebastian Bach anstimmen. Wer dabei sein will, muss geimpft oder genesen sein.
Roman Schmidt. Leiter des Wechselmuseums Luckenwalde. Foto: Iris Krüger
Roman Schmidt. Leiter des Wechselmuseums Luckenwalde. Foto: Iris Krüger
Ganz im Zeichen der Farbe Blau steht die neueste Ausstellung im Luckenwalder Wechselmuseum. Zu sehen sind unter dem Motto „Blau – Luckenwalde – Kunst!“ unter anderem Originale von Henri Matisse, Joan Miró, Marc Chagall, Wassily Kandinsky und Pablo Picasso
Noch mehr Ausstellungen in den Museen und Galerien der Region finden Sie in unserem kostenfreien Überblick. Auch das regionale Kinoprogramm haben wir wieder aktuell für Sie zusammengestellt. Sie wollen wissen, was sonst noch los ist am Wochenende? Dann schauen Sie mal in diesen Artikel rein:
Wohin am Wochenende? Tipps für Teltow-Fläming und Dahme-Spreewald
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Wussten Sie,...

dass sich vor knapp 40 Jahren ein schweres Zugunglück nahe des Bahnhofs Genshagener Heide ereignet hat? Es war am Abend des 1. November 1982. Damals kollidierte ein Güterzug mit einem Personenzug der Deutschen Reichsbahn. Acht Menschen verloren bei dem schweren Zugunglück ihr Leben – mehr als 50 weitere wurden verletzt. Für die Feuerwehr- und Rettungskräfte aus Ludwigsfelde und Großbeeren war dieser Einsatz in der Dunkelheit dramatisch und ist bis heute bei vielen in trauriger Erinnerung geblieben. Im kommenden Jahr soll eine Gedenkstele errichtet werden, um an das Unglück zu erinnern und die Leistung der Rettungskräfte und Helfer zu würdigen.
Nahe des Bahnhofs Genshagener Heide ereignete sich das Unglück. Foto: J. Apel
Nahe des Bahnhofs Genshagener Heide ereignete sich das Unglück. Foto: J. Apel
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Unsere Feuerwehr

Mit der Serie “Unsere Feuerwehr” stellen wir die freiwilligen Wehren in Dahme-Spreewald und Teltow-Fläming vor, blicken in die Gerätehäuser, die Chroniken und stellen die Besonderheiten der ehrenamtlichen Brandschutztruppen unserer Region vor. MAZ-Reporterin Andrea von Fournier hat in dieser Woche die Kameraden und Kameradinnen in Dahlewitz besucht:
Gut aufgestellte Freiwillige Feuerwehr im Berliner Speckgürtel
Die Drehleiter ist der Star der Feuerwehr-Technik
Helmar Lippitz ist seit 2011 Ortswehrführer in Dahlewitz
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