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Suche nach Milina K. dauert an ++ TF und LDS bereiten sich auf steigende Flüchtlingszahlen vor ++ Freizeit und Kultur im Dahmeland auf einen Blick

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Liebe Leserinnen und Leser,  
Schön, dass Sie die neueste Ausgabe unseres Newsletter mit den Nachrichten der Woche aus Teltow-Fläming und Dahme-Spreewald lesen!  
Ein Thema hält seit drei Wochen die ganze Region in Atem – die Suche nach der 22-jährigen Milina K. aus Luckenwalde. Sie hatte sich am 24. September abends mit Freunden im Nuthepark getroffen. Seit sie sich gegen 1 Uhr auf den Heimweg machte, ist sie verschwunden. Vor einer Woche durchkämmte eine Polizeihundertschaft mit Tauchern den Park – es wurde aber nichts gefunden. Auch Spürhunde wurden eingesetzt. Die Staatsanwaltschaft hofft, Milina lebend zu finden. Wir hoffen mit und drücken der Familie ganz fest die Daumen, dass sie wohlbehalten zurückkehrt. 
Seine politische Zukunft hat der Landkreis TF am vergangenen Sonntag gefunden: Landrätin Kornelia Wehlan von den Linken hat die Stichwahl gewonnen und bleibt weitere acht Jahre im Amt. Die eigentliche, positive Überraschung dabei war die Wahlbeteiligung. Sie betrug zwar nur 30 Prozent, war aber immerhin hoch genug, damit Wehlan das Quorum von 15 Prozent der Wahlberechtigten überspringen konnte. Damit hatten viele nicht gerechnet und sich schon mal nach Mehrheiten im Kreistag für den einen oder anderen Kandidaten umgesehen. Aber die einzige Linken-Landrätin im Land hat es geschafft – was Begeisterung weit über die Kreisgrenze hinaus auslöste, selbst der Fraktionsvorsitzende der Linken im Bundestag, Dietmar Bartsch, gratulierte. 
Gratulieren kann man auch den von der Corona-Pandemie schwer gebeutelten Kinder-und Jugenderholungszentren (Kieze) Hölzerner See und Frauensee in Dahme-Spreewald: Die Ferienlager bekommen Millionen aus dem früheren SED-VermögenMeinem Kollegen Oliver Fischer hat der Chef nun verraten, wofür das Geld eingesetzt wird. Und außerdem zieht der Tourismus im Landkreis inzwischen wieder an, was natürlich auch helfen wird.  
Und nun viel Vergnügen mit unserem Newsletter und ein schönes Wochenende, empfehlen Sie uns weiter,  
Herzliche Grüße,
Ihr Carsten Schäfer
P.S.: Wir wollen Ihnen künftig noch mehr Lust aufs Entdecken unserer eigenen Region machen. Seit dem Sommer laden wir Sie ja schon auf unsere Projektseite über die Lost Places in Teltow-Fläming ein, auf der Sie vieles über die Militärgeschichte des Landkreises erfahren können und Möglichkeiten finden, die spannenden Orte selbst kennenzulernen. Diese Woche haben wir auch für Dahme-Spreewald ein Paket geschnürt, in dem Sie stöbern können, wenn Ihnen danach ist, etwas Neues in der Nachbarschaft zu finden. Unter “Dahmeland erleben” sammeln wir künftig für Sie Ausflugs- und Gastronomie-Tipps, Radtouren und Wanderwege. Schauen Sie doch einmal vorbei:
Per Klick aufs Bild geht es zu unserer Seite "Dahmeland erleben".
Per Klick aufs Bild geht es zu unserer Seite "Dahmeland erleben".
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Corona-Überblick

Corona bestimmt weiterhin viele Dinge unseres Alltags. Seit dieser Woche sind die Schnelltests für die meisten Menschen kostenpflichtig. Ausgenommen sind unter anderem Schwangere, Kinder unter 18 Jahren und Personen, die sich aus gesundheitlichen Gründen nicht impfen lassen können. Wir haben uns in dieser Woche die Situation im Norden von Teltow-Fläming genauer angesehen und verglichen, wie viel die Tests in den verschiedenen Orten kosten. Die Preise sind auch in Dahme-Spreewald unterschiedlich. Hier ist die die Zahl der Teststellen mittlerweile deutlich zurückgegangen. Zu Spitzenzeiten gab es über 55 Möglichkeiten, sich testen zu lassen, heute sind es im gesamten Landkreis nur noch 35.
Eine weitere Änderung seit dieser Woche: Die strengere Testpflicht gilt nicht mehr ab einem Inzidenzwert von 20, sondern wurde auf die Marke von 35 erhöht. Die ist derzeit sowohl in Dahme-Spreewald als auch Teltow-Fläming überschritten.
Eines bleibt gleich: Bei Veranstaltungen müssen Kontakte registriert und bei einem Corona-Ausbruch nachverfolgt werden. Die Luca-App oder die Corona-Warn-App können dafür im Landkreis Teltow-Fläming aber nicht genutzt werden. Warum da so ist, können Sie hier nachlesen.
Auch Familien werden weiter durch Corona eingeschränkt. Das hat diese Woche ein Fall in Motzen gezeigt. Dort befindet sich die Kita coronabedingt noch immer Kurzbetrieb. Die Eltern haben nun Beschwerde eingelegt.
Aber es gibt auch positive Nachrichten. Die Tourismusbranche, die stark während der Pandemie gelitten hat, ist wieder im Aufwind. Wir haben beim Tourismusverband Dahme-Seenland ein Zwischenfazit abgefragt.
Der Stand zur Corona-Lage am 14. Oktober
Sieben-Tage-Inzidenz:
  • 38,1 in Dahme-Spreewald
  • 39,6 in Teltow-Fläming
Freie Intensivbetten:
  • Dahme-Spreewald: 25,71 Prozent
  • Teltow-Fläming: 30,77 Prozent
Seit Montag sind sowohl in Dahme-Spreewald als auch in Teltow-Fläming jeweils 42 neue Coronafälle gemeldet worden. Die Zahl der Todesfälle blieb in beiden Landkreisen unverändert. In Teltow-Fläming sind derzeit zwei Covid-19-Patienten in intensivmedizinischer Behandlung in Dahme-Spreewald sind es drei Patienten. Keiner von ihnen muss derzeit beatmet werden.
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Wahlnachlese

Teltow-Fläming: Kornelia Wehlan bleibt Landrätin
Kommentar: Geringe Wahlbeteiligung ist ein strukturelles Problem
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Neues vom BER

BER Schnelle Eingreiftruppe soll erneutem Chaos am Flughafen vorbeugen
70.000 Passagiere möglich: BER erwartet am Wochenende erneut heftigen Andrang
Kommentar: Wie wird das erst, wenn es mal richtig voll wird?
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Die Nachrichten der Woche

Teltow-Fläming und Dahme-Spreewald bereiten sich auf steigende Flüchtlingszahlen vor
Die Flüchtlingssituation in Brandenburg spitzt sich zu. Die Erstaufnahmestelle in Eisenhüttenstadt hat ihre Kapazitäten erreicht. Daher sind nun die Landkreise in Brandenburg gefragt. Teltow-Fläming bereitet sich schon auf die zusätzliche Aufnahme von Geflüchteten vor. Nach Angaben der Kreisverwaltung müssen allerdings noch neue Plätze geschaffen werden. In Dahme-Spreewald reichen die Kapazitäten in den Flüchtlingsunterkünften Landkreises noch bis Ende des Jahres. Sollten die Zugangszahlen so hoch bleiben, werde man für das kommende Jahr neue Unterkünfte brauchen, so Landrat Stephan Loge (SPD) auf MAZ-Nachfrage
LDS und TF: Einzelhandel wird neu vermessen
Suche nach Milina K. aus Luckenwalde geht weiter
Große Freude in den Kiezen Frauensee und Hölzerner See über Millionen Förderung
Bekommt Ludwigsfelde seinen ersten Stolperstein?
BI Wildau sammelt Unterschriften für Abwahl der Bürgermeisterin
Die Schleusenwärter in Wernsdorf ziehen bald nach Grünau um – Schleuse wird modernisiert
Genshagen: Irische Firma baut Rechenzentrum im Brandenburg Park
Teltow-Fläming: Erste Kommunen bereiten Weihnachtsmärkte vor
Förderverein will Horstmühle bei Lynow Strom und neuen Weg beschaffen
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Aufreger der Woche

In dieser Rubrik präsentieren wir Ihnen jede Woche eine unserer MAZplus-Geschichten, die besonders viel diskutiert wurde, und schalten sie zur kostenlosen Lektüre für Sie frei. In dieser Woche geht es um einen Vorfall in Wildau: Seit 2018 sollen Mitarbeiter des Freizeitbads Wildorado schikaniert worden sein. Öffentlich gemacht hat diesen Vorwurf ein Verdi-Funktionär. Die Geschäftsführung und der Betriebsrat des Wildorados bestreiten das. Nun wurde das Thema auch im Stadtrat diskutiert. MAZ-Reporter Frank Pawlowski hat sich den Fall einmal genauer angeschaut:
Mobbing-Vorwürfe gegen Wildorado
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Nachrichten-Radar

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Das Bild der Woche

Die Rangsdorfer Schüler bei einer Musical-Probe. Foto: Lisa Neugebauer
Die Rangsdorfer Schüler bei einer Musical-Probe. Foto: Lisa Neugebauer
Bühnenreif: Die Zwölftklässler des Fontane-Gymnasiums in Rangsdorf sind derzeit ganz vertieft in einen echten Klassiker. Nein, kein Drama aus dem Sturm und Drang oder ein Mann-Roman. Es geht um den Tanzfilm “Footloose” (1984) mit Schauspieler Kevin Bacon in der Hauptrolle. Die Geschichte um Teenager, denen Tanz und Partys von den Erwachsenen untersagt werden, studieren die Jugendlichen derzeit als Musical ein. Und welcher Plot passt wohl derzeit besser, um die Corona-Monate tanzend abzuschütteln? Im Januar soll man das Musical dann auf der Bühne im Seehotel Rangsdorf sehen können. MAZ-Reporterin Lisa Neugebauer hat diese Woche bei den Proben vorbeigeschaut.
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Der Wetterausblick

Per Klick aufs Bild geht es zum regionalen Wetterbericht. Foto: Hendrik Schmidt
Per Klick aufs Bild geht es zum regionalen Wetterbericht. Foto: Hendrik Schmidt
Der goldene Oktober lässt weiter auf sich warten. Am Wochenende dominieren vor allem Wolken den Himmel. Am Freitag regnet es wahrscheinlich noch ein wenig, schreibt MAZ-Wetterexperte Karl-Heinz Krebs. Die Temperaturen sind mittlerweile so niedrig, dass das Ende der Gartensaison eingeläutet wurde, kann man in seinem Wetterbericht für die kommenden Tage nachlesen. Aber auch wenn die Wochenend-Aussichten nicht so sonnig sind, gibt es noch ein kurzes, warmes Zwischenspiel in der kommenden Woche - mit Sonne und auch Temperaturen um die 20 Grad.
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Wohin am Wochenende?

Das Wochenende naht - und unsere Tipps für die freien Tage sind schon da:
Los geht es schon mit einem Termin heute Abend. Im Ludwigsfelder Klubhaus steht Musik auf dem Programm. Timo Gross wird vom Musikmagazin „Eclipsed“ als „neuer Held der deutschen Bluesszene“ genannt. Zu hören bekommt man ihn ab 21 Uhr.
Das Denkmal für Graf Bülow am Engelsweg. Foto: Gertraud Behrendt
Das Denkmal für Graf Bülow am Engelsweg. Foto: Gertraud Behrendt
Auch einen Wandertipp haben wir wieder für Sie im Gepäck. Diesmal geht es entlang des Engelswegs. Der knapp fünf Kilometer lange Rundweg startet in Dennewitz. Auf dem Weg begegnen einem neben viel Natur auch eine Hochzeitsmühle, Pferde und Denkmale - zum Beispiel eines, das dem Grafen Bülow gewidmet ist.
Wer sich für Heimatgeschichte und Züge interessiert, der sollte das Wochenende nutzen und nach Zeuthen fahren. Dort findet ab heute drei Tage lang die Jubiläumsausstellung „70 Jahre S-Bahn Berlin-Grünau – Königs Wusterhausen“ statt. Die Heimatfreunde Zeuthen haben dafür eine Miniatur-Eisenbahnwelt in der Mehrzweckhalle der Paul-Dessau-Schule aufgebaut, die nicht nur kleine Modellbahn-Fans begeistern wird.
In Zeuthen wird eine Modelleisenbahn-Welt gezeigt. Foto: Frank Pechhold
In Zeuthen wird eine Modelleisenbahn-Welt gezeigt. Foto: Frank Pechhold
Und die Veranstaltungskalender der Region bieten noch weit mehr Möglichkeiten für das Wochenende. Damit Sie sich schnell einen Überblick verschaffen können, haben wir wieder Tipps für Museumsausflüge in unserer kostenfreien Ausstellungsübersicht zusammengestellt. Wer das Wochenende für einen Kinobesuch nutzen möchte, wird in unserem regionalen Kinoprogramm fündig. Und noch ein paar Veranstaltungs-Highlights finden Sie hier:
Kulturtipps fürs Wochenende
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Unsere Feuerwehr

Mit der Serie “Unsere Feuerwehr” stellen wir die freiwilligen Wehren in Dahme-Spreewald und Teltow-Fläming vor, blicken in die Gerätehäuser, die Chroniken und stellen die Besonderheiten der ehrenamtlichen Brandschutztruppen unserer Region vor. In dieser Woche besuchen wir die Freiwillige Feuerwehr Miersdorf:
Gute Nachwuchsarbeit zahlt sich aus
Ehrenabteilung und Förderverein bewahren historische Feuerwehrtechnik
Grundausbildung von 70 auf 80 Stunden erhöht
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Die Schmöker-Ecke

Eine Gruppe halbstarker Flussbarsche. Foto: Mario Merkel
Eine Gruppe halbstarker Flussbarsche. Foto: Mario Merkel
Im Rangsdorfer Verlag Natur+Text ist jüngst ein beeindruckendes Buch des Brandenburger Fotografen Mario Merkel erschienen. Seine Passion ist die Unterwasser-Fotografie, seine Liebe gehört den heimischen Gewässern. Bundesweit hat er bereits über 200 Gewässer zwischen Ostsee und Bodensee erkundet - darunter natürlich auch Seen in der Mark. Viele seiner Aufnahmen kann man nun in seinem Buch „Geheimnisvolle Unterwasserwelt. Von Fischen, Krebsen, Muscheln, Schnecken und mehr“ (194 Seiten, 29,50 Euro) entdecken.
MAZ-Kulturredakteur Karim Saab hat ein spannendes Interview mit dem Autoren und Fotografen geführt. Darin erzählt Mario Merkel über seine Arbeit unter Wasser, die Schönheit unserer heimischen Seen und was Fische als Fotomodelle so besonders macht.
Das Buchcover von Mario Merkels neuem Werk. Foto: Natur+Text Verlag
Das Buchcover von Mario Merkels neuem Werk. Foto: Natur+Text Verlag
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